Zentrum für Kultur- und Zeitgeschichte
1994 wurde das BBB zur Rettung einer Presseartikelsammlung gerufen, die seit 1946 im Verlag "Neues Deutschland", gleichsam als zentrales Pressearchiv der DDR gewachsen war. Fast 20.000 Ordner mit Artikeln deutschsprachiger Printmedien aus Ost- und Westeuropa, gegliedert nach den Ländern der Erde konnten so bewahrt werden.
Inzwischen erweiterte sich der Bestand erheblich. Mit 1.100 laufenden Metern übernahm das BBB vom Potsdamer Zentrum für zeithistorische Forschung die einzigartige Artikelsammlung zur BRD und Westberlin des Instituts für internationale Politik und Wirtschaft der DDR (IPW) und seiner Vorläufereinrichtungen. Auch das komplette Papierarchiv des Berliner Tagesspiegel fand hier Aufnahme. Umfangreiche Bestände gebundener Zeitungsjahrgänge - sie reichen bis in die Deutsche Kaiserzeit zurück - und private Nachlässe bilden große gesonderte Bereiche. Für kulturhistorische Projektarbeit werden die Bestände im eigens dafür gegründeten Zentrum für Kultur und Zeitgeschichte nutzbar gemacht.
Das BBB wurde für diese Bestände gern zur letzten Kulturinstanz. Über 1,4 Millionen Artikel aus dem Bestand des Pressearchivs sind inzwischen in einer Datenbank verzeichnet und über das Internet abrufbar. So halfen 2011, anlässlich ihres betrieblichen Sozialarbeitstages, Mitarbeiter der Firma "Immobilienscout24" bei einer Werbekampagne und bei der Nutzbarmachung eines großen Bildarchivs.






